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Der erste Blogbeitrag

2020: 

Ein Jahr ohne Tauchen, ohne Reisen, ohne ...

Taucher-Träume 

Im Januar 2020 besuchten wir zum ersten Mal die weltgrößte Wassersportmesse "die boot Düsseldorf". Endlich hatte es geklappt. Unsere Chefs hatten tatsächlich die Urlaubstage zum Jahresbeginn genehmigt. Und auch mit dem Hotel hatten wir sagenhaftes Glück. Durch einen Zufall stolperten wir über die MS VIVA TREASURES. Dieses Flusskreuzfahrtschiff liegt über die Wintermonate fest vertäut am Düsseldorfer Rheinufer in Altstadtnähe. Während eines Messeaufenthalts auf der "boot" auf einem Hotelschiff auf dem Rhein übernachten – wie passend! Damals dachte ich noch: Läuft! Das wird unser Jahr! Wie hätten wir auch nur erahnen können, dass es für lange, lange Zeit die letzte Veranstaltung sein würde, die wir besuchen sollten.



Die MS VIVA TREASURES bei Nacht

Wir verbrachten vier ganz tolle Tage in der Rhein-Metropole: wir erkundeten die historische Altstadt, bummelten über die weltberühmte Flaniermeile „Kö“ – die Königsallee - und schlenderten entspannt an der Uferpromenade des Rheins entlang. Einfach nur traumhaft! Perfekt! Selbstverständlich wagten wir uns auch an das traditionelle obergärige Altbier (Eher nichts für den bayerischen Gaumen).

Die boot 2020

Zwei volle Tagen hatten wir für „die boot“ reserviert, schließlich war die Messe der Grund des Kurztrips. Und die zwei Tage waren auch nötig, denn das weitläufige Messegelände hatte einiges zu bieten: Beeindruckende Luxusyachten, Segel- und Motorboote, Hausboote (!) aber eben auch jede Menge Aussteller rund um die Themen Tauchen und Reisen.


Die boot Düsseldorf - der Eingangsbereich

Unser primäres Ziel war ganz klar die Themenwelt „Tauchen“. Wann hat man schon die Chance, sich so geballt über die aktuellen Trends im Tauchsport zu informieren und das neueste Equipment der verschiedenen Hersteller im direkten Vergleich zu testen? Selbstverständlich haben wir bei der Gelegenheit auch gleich ordentlich zugeschlagen und einiges an Ausrüstung geshoppt: ein neues Reise-BCD, leichte Flossen, hier noch ein nettes Tauch-Gadget, da noch ein kleines Reise-Gimmick, frei nach dem Motto: Gönn dir!

Aber das war bei weitem nicht alles. Es gab noch so viel mehr zu entdecken. Wir konnten eine Druckkammer ganz aus der Nähe in Augenschein nehmen und sowohl von außen wie auch von innen ganz genau inspizieren. Vor Ort war ein Experte, der sämtliche Fragen rund um die Dekokammer und Deko-Unfälle ausführlich beantwortete. Hoch interessant und beklemmend zugleich. Ich sage euch, niemand will über einen längeren Zeitraum in einer dieser winzigen Dinger eingesperrt werden. Also Leute - keine Deko-Tauchgänge!


Natürlich wurde auch an die Kleinen Messebesucher gedacht:







Last but not least möchte ich hier auch noch an die zahlreichen Infostände rund um Meeresschutz und Nachhaltigkeit erinnern. Es gab unterschiedlichste Natur- und Klimaschutzprojekte, die sich mit viel Herzblut und Kreativität für den Erhalt unserer Ozeane und des gesamten Planetens einsetzen. Bemerkenswert. Unterstützenswert. Nachahmenswert.

Sonne, Strand, Meer

Ich bin eine ausgesprochene Frostbeule, daher kommt Tauchen in heimischen Gefilden für mich absolut nicht in Frage. Brrr! Viel zu kalt! Und es gibt nichts zu sehen. Ich bin ein Warmwasser-Taucher - und ich stehe dazu. Fernreisen in exotische Länder, das ist mein Ding. Die Gemeinschaftsstände von Tourist-Informationen, Hotels und Safaribooten, an denen man sich kompakt über die vielfältigen Vor-Ort-Möglichkeiten eines Reiseziels informieren konnte, fand ich daher besonders hilfreich. Klar, wir wollen im Urlaub tauchen, aber wir wollen auch Land und Leute kennenlernen und nicht nur abgeschottet in einem Touristenbunker rumsitzen und uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen.

Unsere Tauchreisen haben uns schon an so manches Traumziel geführt. Neben Ägypten haben wir die Philippinen, Indonesien und die Malediven bereist. In der Karibik waren wir in Mexiko und auf Curacao. Und mit jeder Reise haben wir unseren Horizont ein Stück erweitert, wieder einen Blick über den Tellerrand riskiert. Wir haben immer etwas Neues über die Menschen und ihr Leben in diesen fernen Erdteilen gelernt.


Magische Unterwasserwelt

Wir wollen die Welt noch weiter entdecken: Kuba, Palau/Yap, Polynesien, Raja Ampat, Sansibar, Seychellen ... das sind nur einiger unserer Wunschziel. Und „die boot“ ist der richtige Platz, um von diesen Sehnsuchtsorten zu träumen, Pläne zu schmieden und einfach nur Spaß zu haben.

Vorfreude pur!

Wieder daheim, wollten wir Nägel mit Köpfen machen. Die Entscheidung war getroffen: 14 Tage Tauchsafari Thailand und Myanmar. Obwohl wir schon viel Spannendes über die spektakulären Tauchspots der Andamanensee gehört haben, war Thailand bisher noch kein Punkt auf unserer Bucket List. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht einfach noch nicht das passende Safariboot gefunden? Aber jetzt: Thailand in Kombination mit dem bislang nur selten betauchten Mergui Achipel im Süden von Burma (Myanmar), das hat unser Interesse geweckt. 14 Tage Abenteuer!

Nomen est omen: Das Safariboot heißt MV BAVARIA. Was soll ich sagen ... da fährt man als Oberpfälzer stundenlang mit dem Zug von Regensburg bis nach Düsseldorf, um dann bei einem Niederbayern aus Deggendorf eine Reise auf die andere Seite der Welt zu buchen ...

Und plötzlich war alles anders

Kein Reisefieber, nein, Corona breitet sich aus. Immer weiter, immer schneller. Alle Urlaubsträume sind geplatzt. Die Reise ist abgesagt. Angesichts der weltweiten Pandemie habe ich auch gar keine Lust zu verreisen, geschweige denn mich in ein Flugzeug zu setzen.

Und trotzdem, Reisen hat einen besonderen Zauber: Fremde Länder mit allen Sinnen erkunden, leuchtend-bunte Farben sehen, aufregende Düfte riechen, fremde Laute hören, ins salzige Wasser eintauchen ...

Ja, das Tauchen, es fehlt mir. Mit dem Tauchen hat sich mir eine ganz neue Welt erschlossen. Es ist für mich die absolute Entspannung. Ruhe. Die sanften Bewegungen im Wasser, die abgesofteten Farben, die gedämpften Geräusche. Ich schwebe schwerelos im türkisblauen Wasser, konzentriere mich auf meine Atmung. Jeder Atemzug wird bewusst wahrgenommen. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. ...

Und auch die Taucher, sie fehlen mir. Ich gebe zu, Taucher sind schon ein besonderes Völkchen. Aber das gemeinsame Hobby verbindet, so findet man schnell Anschluss. Taucher sind in der Regel gesellig - immer mindests zu zweit. ;-) Und manchmal entstehen Freundschaften fürs ganze Leben, an der Beachbar, bei ein bisschen Taucher-Latein und vielleicht einem Deko-Bier (oder zwei, oder drei ...). Sehnsucht! Fernweh!

Auf in ein neues Abenteuer

Für alle, die wie ich das Tauchen vermissen, starte ich jetzt diesen Blog. In erster Linie möchte ich mich aktiv an meine bisherigen Reisen erinnern, in allen Einzelheiten. Ich möchte in die Erinnerungen eintauchen, an die Menschen denken, die mich bei meinen Abenteuern begleitet haben. Ach, was haben wir für schöne Urlaubstage erlebt ...

Mit diesem Blog will ich die Zeit überbrücken, bis ich irgendwann - und davon gehe ich ganz fest aus - mein Hobby wieder ausüben kann und neue Erinnerungen schaffen kann.






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